Inszenierte Geschichtsbilder

Museale Sinnbildung in Bayerisch-Schwaben vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit

Eva Bendl, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.)
Band 2, München/Berlin 2016, 324 S.

Historische Museen repräsentieren immer spezifische Geschichtsbilder, da sie durch die Vergangenheitsvorstellungen ihrer Gestalter geprägt sind. Gleichzeitig beeinflussen sie durch die Auswahl, Beschreibung und Inszenierung der ausgestellten Objekte die Art und Weise, wie Besucher vergangene Epochen und historische Entwicklungslinien wahrnehmen.

Die Studie betrachtet zehn historische Museen aus der Region Bayerisch-Schwaben von ihrer Gründung im 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts: Wie veränderte sich die Inszenierung der Exponate und wer zeichnete für die Präsentationsweise der Dauerausstellungen verantwortlich? Lassen sich Wünsche und Werthaltungen der Gestalter in den musealen Geschichtsdarstellungen entdecken? Mit Blick auf diese Fragen eröffnet der Band neue Sichtweisen auf die Institutionen und zeigt historische Museen als Schauplatz der Aushandlung sowie Propagierung von Weltanschauungen, Einstellungen und Identitäten.

Die Publikation ist im Buchhandel für 49,90 € erhältlich: ISBN: 978-3-422-07331-9 

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Context Column

Bayerische Studien zur Museumsgeschichte

Diese jüngste Reihe der Landesstelle macht beispielhafte Arbeiten zu Entwicklungslinien im Museumswesen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Den Anfang machte 2011 eine Untersuchung zu den städtischen Heimatmuseen in Franken von ihren Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Im Buchhandel erhältlich.