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Vorsicht – Gift!

Umgang mit biozidbelastetem Kulturgut im Museum

Museale Sammlungen wurden im Lauf der Zeit oft mit einer Vielzahl von Gefahrstoffen behandelt. Dies gilt vor allem bei einem Sammlungsschwerpunkt auf organischen Materialien. So kann sich auf den Objekten oder in Sammlungsräumen ein bedenklicher Cocktail von Stoffen wie Arsen, Quecksilber oder Lindan gebildet haben, welche für die Beschäftigten des Museums ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen. Rund 80 % der Museen – so schätzt man – sind von dieser Problematik betroffen.

Inzwischen ist die Gefährdung, welche von kontaminierten Objekten ausgeht, Gegenstand von Forschungen geworden. Das interdisziplinäre Projekt „Entwicklung geeigneter Empfehlungen zur Einschätzung der Gefährdung und zum Umgang mit biozidbelasteten Kulturgütern im musealen Umfeld“ widmete sich diesen Problemstellungen. Dabei wurde durch exemplarische Messungen eine Beurteilung der „realen“ Exposition ermittelt. Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eines Handlungsleitfadens für den Umgang mit kontaminiertem Sammlungsgut.

Das Seminar stellt diese Forschungsarbeit und ihre Ergebnisse vor und zeigt Wege auf, die Mitarbeiter vor gesundheitlichen Gefährdungen zu schützen. Geplant ist, das Pilotprojekt auf breiterer Basis fortzuführen. Museen, die eine vermutete oder bekannte Belastung mit Bioziden haben, sind eingeladen, sich aktiv daran zu beteiligen. 


DER REFERENT:
Prof. Dr. med. Dennis Nowak ist Facharzt für Arbeitsmedizin und Direktor des Instituts und der Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin am Klinikum der Universität München. Katharina Deering M. A. ist Konservierungswissenschaftlerin und promoviert an diesem Institut. Dr. Elise Spiegel ist Expertin für präventive Konservierung, insbesondere für schadstoffrelevante Problemstellungen im Museumsumfeld. Sie ist Gründerin von CARE FOR ART, Grünwald.

Termin: Donnerstag, 27. Juni 2019, 10.00–16.00 Uhr
Ort: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen, Alter Hof 2, 80331 München

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