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Holzwurm, Motte, Papierfischchen & Co.

Update-Seminar zum „Integrated Pest Management“

In der Integrierten Schädlingsbekämpfung, engl. „Integrated Pest Management“ (IPM), ist die Prävention eines Befalls der erste Schritt, um die Sammlung langfristig vor Schädlingen zu schützen. Nur wenn der „Feind“ richtig und frühzeitig erkannt wird, können größere Bekämpfungsmaßnahmen und Kosten vermieden werden. Dies setzt gewisse Kenntnisse und Erfahrung mit Schädlingen im Museum voraus.

Im Rahmen des Update-Seminars werden die wichtigsten Museumsschädlinge anhand von Biologie und Schadbildern vorgestellt und über neue Erkenntnisse aus der Forschung berichtet. Neben Holzwurm (Nagekäfer) und Kleidermotte zählen unterschiedliche Pelzkäferarten, Splintholzkäfer, Brotkäfer, Silber- oder Papierfischchen und Nager zu den relevanten Schädlingen im Museum.

Häufig gestellte Fragen, wie z. B. wie viele Insektenfallen pro Raum nötig sind, welcher Zeitaufwand investiert werden soll und wie richtig und zeitsparend dokumentiert wird, werden mittels praktischer Beispiele erläutert. Bewährte und neuartige Fallentypen sowie deren Vor-und Nachteile werden gezeigt, auch wie man IPM in unterschiedlichen Bereichen sinnvoll anwendet. Im Bereich „Erhaltung des kulturellen Erbes“ besteht mittlerweile ein eigener Europa-Standard für IPM, der als Leitfaden für das Museumswesen vorgestellt und erläutert wird. Fachliche Empfehlungen zur Literatur und Internetlinks für verschiedene Schädlingsarten und zum IPM runden das Thema ab.

DIE REFERENTEN: Dipl.-Ing. Stephan Biebl, Benediktbeuern, ist als freiberuflicher Sachverständiger für Holzschädlingsbekämpfung und Stickstoff-Technologie seit vielen Jahren in Museen, historischen Gebäuden und Denkmälern tätig. Dr. Pascal Querner, Wien, ist Biologe und hat sich auf das Gebiet der integrierten Schädlingsbekämpfung in Museen spezialisiert.

Termin: Donnerstag, 26. September 2019, 10.00–17.00 Uhr
Ort: Naturkunde-Museum, Fleischstr. 2, 96047 Bamberg

Wiederholung der Veranstaltung 2018 in Ettal

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