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Corona-Informationen für bayerische Museen

Corona trifft die Museen hart: monatelang keine Besucher, keine Einnahmen, kein direkter Austausch mit Kollegen und Partnern, danach Betrieb nur unter Auflagen und nun die erneute Schließung. Die Landesstelle hat deswegen die Seite Corona-Informationen für bayerische Museen eingerichtet, die sich, auch durch Ihre Anregungen und Fragen, laufend fortentwickeln soll.

Besprechungen vor Ort oder in den Räumen der Landesstelle können wir im Moment nur eingeschränkt durchführen, doch telefonisch und digital bleiben Ihre Ansprechpartner*innen unter den bekannten Adressen erreichbar. Alle laufenden Projekte können wir auf diesem Wege weiter betreuen, auch alle Förderanträge werden wie gewohnt bearbeitet. Bei Problemen im Kontext mit Corona versuchen wir zu helfen.

Öffnung der Museen

Gemäß dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung können Museen und Kultureinrichtungen ab dem 8. März 2021 abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen (zunächst gültig bis einschl. 6. Juni 2021).

Es gilt die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:

Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung v. 05.03.2021 (zu Museen: Teil 2 § 23)

Aktualisierung vom 23.4.2021:
§ 3 BayIfSMV wurde wie folgt geändert: Wird ein nach den Bestimmungen maßgeblicher Wert der 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten oder (neu!) an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten (…)

Die Kerninformationen:

Wird in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine stabile 7-Tage-Inzidenz 100 überschritten, sind die Einrichtungen für den Besucherverkehr geschlossen.

Solange in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine stabile 7-Tage-Inzidenz von 50 bis 100 besteht, gilt:
Öffnung für Besucher mit vorheriger Terminbuchung und Kontaktnachverfolgung unter folgenden Voraussetzungen:
- die zulässige Besucherzahl bestimmt sich nach dem vorhandenen Besucherraum, bei dem ein Mindestabstand von 1,5 m zuverlässig gewahrt wird;
- für die Besucher besteht FFP2-Maskenpflicht;
- es ist ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen

Solange in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine stabile 7-Tage-Inzidenz von unter 50 besteht, gelten die o. g. Voraussetzungen, jedoch entfällt die Verpflichtung zur vorherigen Terminvereinbarung und Kontaktdatenerhebung. 

Kulturtourismus in Corona-Zeiten

Sorgen und Hoffnungen treiben die Museen aktuell um, wenn sie an den Kulturtourismus denken. Sorgen, dass die Touristen gänzlich ausbleiben und damit deutlich weniger an Ticketerlösen in der jährlichen Bilanz zu finden sein werden. Hoffnungen aber auch, dass die Deutschen als Reiseweltmeister in diesem Jahr auf Flugreisen ins Ausland verzichten werden und nun intensiv ihr eigenes Land und seine (Kultur-) Schätze entdecken wollen...

Eine Einordnung von Martin Spantig, Projektleiter „Museum & Tourismus“ (PDF, nicht barrierefrei)

Digitale Fortbildungsangebote

Trotz aller Einschränkungen: Die Landesstelle lädt auch 2021 zu ihren Seminaren der Reihe "MuseumsPraxis", digital und analog, ein.
Mehr Infos »

Weitere kostenlose digitale Fortbildungsangebote anderer Anbieter:

Die Krise nutzen: Unsere Themenportale

Nutzen Sie die Zeit des eingeschränkten Betriebs für Dinge, die sonst oft liegen bleiben. Auf diesen Seiten finden Sie weiterführende Informationen und Hilfestellungen rund um zentrale Themen der Museumsarbeit:

Themenportal Digitalisierung
Themenportal Inventarisierung
Themenportal Bildung und Vermittlung
Themenportal Digitale Barrierefreiheit
Themenportal Provenienz-
forschung

Hinweise zu Kommunikation und Projektorganisation

In Zeiten von Dienstreise-, Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen müssen wir unsere Arbeitsprozesse neu denken, Besprechungen müssen oft ins Digitale verlagert werden.

Wer sich mit den möglichen Instrumenten der digitalen Projektarbeit auseinandersetzen möchte und Tools für Videokonferenzen, gemeinsame Dokumentarbeit oder Terminkoordination sucht, findet eine gute, hilfreiche Zusammenstellung im digitalen Werkzeugkasten für Kulturvereine.

Mehr Infos im Themenportal Digitalisierung »

Umfragen zu Corona und Museen

Das Network of European Museum Organisations (NEMO) und der internationale Museumsverbund ICOM haben Informationen über die Effekte von COVID-19 auf die Museen gesammelt. Welche Auswirkungen auf Budgets und Projekte, welche Umstrukturierungen und neuen Angebote für Besucher gab es? Die Ergebnisse sind mittlerweile veröffentlicht.

Report der Umfrage von NEMO »

Report der Umfrage von ICOM »

Schritt für Schritt wieder offen #openbutsafe

Seit dem 8. März 2021 dürfen die Museen im Freistaat Bayern mit unter Auflagen wieder öffnen. Gleichzeitig finden Museen in einer Zeit, wo sie selber vielleicht bloß teilweise (oder immer noch nicht) geöffnet sind und einjede*r sich vorsichtiger bewegt, um die Corona-Verbreitung einzudämmen, neue Zugänge zu ihren Schätzen. Auf dem Blog Museumsperlen finden Sie digitale Angebote der bayerischen Museen gesammelt und spannende Einblicke hinter die Museumskulissen!

Mehr Infos zum Mitmachen »

Corona – eine Krise als zeitgeschichtliches Sammlungsthema

Die derzeitige Krise stellt eine scharfe Zäsur im persönlichen wie auch wirtschaftlichen Leben der Bevölkerung dar und wird langfristige Auswirkungen haben. In zukünftigen Ausstellungen nicht nur zur Medizin- und Zeitgeschichte allgemein, sondern auch zur Stadt- oder Regionalgeschichte wird sie thematisiert werden müssen. Insofern sollten Museen daran denken, rechtzeitig die Situation zu dokumentieren.

Das kann zunächst durch Fotos von menschenleeren Plätzen, im Sicherheitsabstand an Kassen anstehenden Menschen und leeren Regalen erfolgen, durch das Aufbewahren von Verlautbarungen, Flugblättern o. ä., aber auch durch das Sammeln von Gegenständen wie „Bleibt zuhause!“-Transparenten oder Beispielen von in örtlichen Initiativen angefertigten Schutzmasken. Natürlich sind das eingeschränkte persönliche und familiäre Leben, die Betreuung von Kindern oder Kranken sowie wirtschaftliche Auswirkungen wichtige Aspekte. Interviews wären eine sinnvolle mediale Ergänzung.

Unter dem Arbeitstitel „COVID – Eine Dokumentation“ initiierte das Haus der Europäischen Geschichte ein Projekt mit dem Ziel, das Leben in Europa während der Pandemie zu dokumentieren. Nun macht das Projektteam die Erfahrungen und Ergebnisse verschiedener Museumssammlungen öffentlich zugänglich. So können die eigenen Erfahrungen zu denen von Menschen in ganz Europa in Beziehung gesetzt, ihnen gegenübergestellt und mit ihnen verglichen werden.

Zusatzinformationen

Landesstelle
für die nichtstaatlichen
Museen in Bayern

Alter Hof 2
80331 München

Telefon: +49 89 2101400
Fax: +49 89 21014040
E-Mail: landesstelle@remove-this.blfd.bayern.de

Dienststelle Weißenburg
Obere Stadtmühlgasse 1
Eingang: Bortenmachergasse
91781 Weißenburg

Telefon: +49 89 21014072
Fax: +49 89 21014080

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