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Corona-Informationen für bayerische Museen

Corona trifft die Museen hart: monatelang keine Besucher, keine Einnahmen, kein direkter Austausch mit Kollegen und Partnern, danach ein Wechsel aus Betrieb unter Auflagen und erneuten Schließungen. Die Landesstelle hat deswegen die Seite Corona-Informationen für bayerische Museen eingerichtet, die sich, auch durch Ihre Anregungen und Fragen, laufend fortentwickeln soll.

Besprechungen vor Ort oder in den Räumen der Landesstelle können wir im Moment nur eingeschränkt durchführen, doch telefonisch und digital bleiben Ihre Ansprechpartner*innen unter den bekannten Adressen erreichbar. Alle laufenden Projekte können wir auf diesem Wege weiter betreuen, auch alle Förderanträge werden wie gewohnt bearbeitet. Bei Problemen im Kontext mit Corona versuchen wir zu helfen.

Öffnung der Museen

Gemäß dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung können Museen und Kultureinrichtungen seit dem 8. März 2021 abhängig von der Krankenhausampel und dem Infektionsgeschehen vor Ort unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen (zunächst gültig bis einschließlich 29. Oktober 2021).

Es gilt die Vierzehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:

Vierzehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung v. 1.9.2021  (BayMBl. 2021 Nr. 615) mit Änderung vom 30.9.2021 (BayMBl 2021 Nr. 710), 5.10.2021 (BayMBl 2021 Nr. 715) und 12.10. (Kabinettssitzung)

Für die Museen ist damit ab dem 2. September (und vorerst bis einschließlich 29. Oktober) zu beachten (diese Liste ist ein erster Überblick und ersetzt nicht die Lektüre der gesamten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung):

  • NEU:
    Die Kontaktdatenerhebung wird mit Wirkung vom 15. Oktober auf Schwerpunktbereiche mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen beschränkt. Damit entfällt die Kontaktdatenerhebung für die Museen.
  • NEU:
    Mit Wirkung vom 19. Oktober müssen in allen Bereichen von 3G/3G plus/2G künftig auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die dort jeweils geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.  
  • Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt gilt der 3G-Grundsatz: Zugang haben nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Die Museen sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.
  • In geschlossenen Räumen gilt eine generelle Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Gemäß dem neu aufgenommenen § 3a der 14. BayIfSMV (BayMBl. 2021 Nr. 715 vom 05.10.2021) können auch Museen freiwillig vorsehen, dass sie den Zugang ausschließlich den folgenden Personenkreisen gestatten:

  • Personen, die geimpft oder genesen sind oder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben („freiwilliges 2G“) bzw.
  • außerdem Schülerinnen und Schüler jenseits des zwölften Lebensjahres, die regelmäßig Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, sowie solchen Personen, die über einen Testnachweis nach § 3 Abs. 4 Nr. 1 (PCR-Test) der 14. BayIfSMV verfügen („freiwilliges 3G plus“).

In diesen Fällen ist

  • gegenüber Besuchern und/oder Veranstaltungsteilnehmern deutlich erkennbar auf diese Zugangsbeschränkung hinzuweisen,
  • durch wirksame Zugangskontrollen samt Identitätsfeststellung in Bezug auf jede Einzelperson sicherzustellen, dass Zugang nur für die oben genannten Personen besteht und
  • diese Absicht entsprechender Zugangsbeschränkung (freiwilliges 2G oder freiwilliges 3G plus) vorab anzuzeigen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so entfällt insbesondere die Maskenpflicht nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 der 14. BayIfSMV. Arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt. Die Kontaktdaten der Besucher sind nach § 5 der 14. BayIfSMV zu erheben, individuelle Infektionsschutzkonzepte nach § 6 der 14. BayIfSMV zu erstellen.

Finanzielle Hilfen und Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise:

Kulturtourismus in Corona-Zeiten

Sorgen und Hoffnungen treiben die Museen aktuell um, wenn sie an den Kulturtourismus denken. Sorgen, dass die Touristen gänzlich ausbleiben und damit deutlich weniger an Ticketerlösen in der jährlichen Bilanz zu finden sein werden. Hoffnungen aber auch, dass die Deutschen als Reiseweltmeister in diesem Jahr auf Flugreisen ins Ausland verzichten werden und nun intensiv ihr eigenes Land und seine (Kultur-) Schätze entdecken wollen...

Eine Einordnung von Martin Spantig, Projektleiter „Museum & Tourismus“ (PDF, nicht barrierefrei)

Digitale Fortbildungsangebote

Trotz aller Einschränkungen: Die Landesstelle lädt auch 2021 zu ihren Seminaren der Reihe "MuseumsPraxis", digital und analog, ein.
Mehr Infos »

Weitere kostenlose digitale Fortbildungsangebote anderer Anbieter:

Die Krise nutzen: Unsere Themenportale

Nutzen Sie die Zeit des eingeschränkten Betriebs für Dinge, die sonst oft liegen bleiben. Auf diesen Seiten finden Sie weiterführende Informationen und Hilfestellungen rund um zentrale Themen der Museumsarbeit:

https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/standard-titel/themenportal-digitalisierung.html
Themenportal Digitalisierung
https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/inventarisation-edv-einsatz/themenportal-inventarisierung.html
Themenportal Inventarisierung
https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/museumsdidaktik-bildung-und-vermittlung/themenportal-vermittlung.html
Themenportal Bildung und Vermittlung
https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/inklusion/themenportal-inklusion/themenportal-inklusion.html
Themenportal Digitale Barrierefreiheit
https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/provenienzforschung/themenportal.html
Themenportal Provenienz-
forschung
https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/beratungundservice/projekte/nachhaltigkeit.html
Themenportal nachhaltige Museumsarbeit

Hinweise zu Kommunikation und Projektorganisation

In Zeiten von Dienstreise-, Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen müssen wir unsere Arbeitsprozesse neu denken, Besprechungen müssen oft ins Digitale verlagert werden.

Wer sich mit den möglichen Instrumenten der digitalen Projektarbeit auseinandersetzen möchte und Tools für Videokonferenzen, gemeinsame Dokumentarbeit oder Terminkoordination sucht, findet eine gute, hilfreiche Zusammenstellung im digitalen Werkzeugkasten für Kulturvereine.

Mehr Infos im Themenportal Digitalisierung »

Umfragen zu Corona und Museen

Das Network of European Museum Organisations (NEMO) und der internationale Museumsverbund ICOM haben Informationen über die Effekte von COVID-19 auf die Museen gesammelt. Welche Auswirkungen auf Budgets und Projekte, welche Umstrukturierungen und neuen Angebote für Besucher gab es? Die Ergebnisse sind mittlerweile veröffentlicht.

Report der Umfrage von NEMO »

Report der Umfrage von ICOM »

Inspirierende Museumsangebote mit @InfopointBayern und #MuseenInBayern teilen

Der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern präsentiert Museumstipps, Ausflugsperlen, neue Ausstellungen und Wissenswertes aus der bayerischen Museumslandschaft. Auf dem Blog Museumsperlen finden Sie ebenso digitale Angebote der bayerischen Museen gesammelt und spannende Einblicke hinter die Museumskulissen!

Vernetzen Sie Ihre Museen und Ihre in diesen Zeiten oft kurzfristig angekündigten Angebote (ob analog, hybrid oder digital) jederzeit gern mit @InfopointBayern und #MuseenInBayern. Auf Instagram, Facebook, Twitter sowie Pinterest teilt, platziert und unterstützt das Infopoint-Team Ihre Postings sehr gern! Gerne können Sie uns Themenvorschläge und Ergänzungen mit mehr Vorlauf für den Redaktionsplan liefern:

Mehr Infos zum Mitmachen »

Corona – eine Krise als zeitgeschichtliches Sammlungsthema

Die derzeitige Krise stellt eine scharfe Zäsur im persönlichen wie auch wirtschaftlichen Leben der Bevölkerung dar und wird langfristige Auswirkungen haben. In zukünftigen Ausstellungen nicht nur zur Medizin- und Zeitgeschichte allgemein, sondern auch zur Stadt- oder Regionalgeschichte wird sie thematisiert werden müssen. Insofern sollten Museen daran denken, rechtzeitig die Situation zu dokumentieren.

Das kann zunächst durch Fotos von menschenleeren Plätzen, im Sicherheitsabstand an Kassen anstehenden Menschen und leeren Regalen erfolgen, durch das Aufbewahren von Verlautbarungen, Flugblättern o. ä., aber auch durch das Sammeln von Gegenständen wie „Bleibt zuhause!“-Transparenten oder Beispielen von in örtlichen Initiativen angefertigten Schutzmasken. Natürlich sind das eingeschränkte persönliche und familiäre Leben, die Betreuung von Kindern oder Kranken sowie wirtschaftliche Auswirkungen wichtige Aspekte. Interviews wären eine sinnvolle mediale Ergänzung.

Unter dem Arbeitstitel „COVID – Eine Dokumentation“ initiierte das Haus der Europäischen Geschichte ein Projekt mit dem Ziel, das Leben in Europa während der Pandemie zu dokumentieren. Nun macht das Projektteam die Erfahrungen und Ergebnisse verschiedener Museumssammlungen öffentlich zugänglich. So können die eigenen Erfahrungen zu denen von Menschen in ganz Europa in Beziehung gesetzt, ihnen gegenübergestellt und mit ihnen verglichen werden.

Zusatzinformationen

Landesstelle
für die nichtstaatlichen
Museen in Bayern

Alter Hof 2
80331 München

Telefon: +49 89 2101400
Fax: +49 89 21014040
E-Mail: landesstelle@remove-this.blfd.bayern.de

Dienststelle Weißenburg
Obere Stadtmühlgasse 1
Eingang: Bortenmachergasse
91781 Weißenburg

Telefon: +49 89 21014072
Fax: +49 89 21014080

Bürozeiten:
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