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Richard Wagner Museum Bayreuth - vorerst digitaler Museumstipp im Infopoint

Normalerweise würde sich das Richard Wagner Museum Bayreuth vor Ort im Infopoint mit Bildfahnen präsentieren. Nun können wir das Museum leider vorerst nur digital vorstellen.

Seit 1976 existiert im ehemaligen Bayreuther Wohnhaus Richard Wagners, in Haus Wahnfried, ein Museum zu Leben und Werk des Komponisten. Nach fünfjähriger Sanierung und baulicher Erweiterung durch das Berliner Architekturbüro Volker Staab zeigt das neue Richard Wagner Museum seit Juli 2015 in Haus Wahnfried die Lebenswelt Richard Wagners. Originaldokumente und -objekte aus dem angeschlossenen Nationalarchiv, der weltweit größten und bedeutendsten Wagner-Sammlung, führen durch sein Leben und sein künstlerisches und politisches Schaffen. Eine einzigartige interaktive Partitur veranschaulicht Besonderheiten seiner Kompositionen und lässt die Gäste in die Aufführungspraxis eintauchen.

Im Neubau des Museums stellen Bühnenbildmodelle, Kostüme und Requisiten die bald 150-jährige Geschichte der Bayreuther Festspiele dar. Audiotheken und das Museumskino laden ein, vergangene Inszenierungen zu hören und zu sehen.

Das angrenzende Haus Siegfried Wagners, des Sohnes Richard Wagners, erzählt im wahrsten Sinne des Wortes seine eigene Geschichte. Erhalten im Zustand seines Umbaus in den frühen 1930er Jahren, diente es ab diesem Zeitpunkt als Gästehaus der Familie und beherbergte neben Künstlern wie Arturo Toscanini und Richard Strauss während einiger Festspielzeiten auch Adolf Hitler als engen Freund der Familie. In diesem geschichtsbeladenen Bau präsentiert eine mediale Installation das schwierige Erbe Richard Wagners, seinen Antisemitismus, die Gründung und Formulierung eines völkischen Nationalkults um den Komponisten durch seine Erben und Nachfahren und schließlich die kontroverse Rezeptionsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mehrere kurze Videos informieren als "Coronamuseum-Podcasts" (auf der Facebook-Seite des Museums) über Museumsobjekte, erzählen interessante Geschichten aus Wagners Leben und führen hinter die Kulissen des Museums.⠀

Seit Oktober und für ein Jahr bewohnt nun auch eine andere Künstlerin die Häuser des Richard Wagner Museums. In seiner bislang umfang reichsten Sonderausstellung „rosalie und wagner. licht –mythos – material“ zeigt das Museum die Werke der 2017 verstorbenen Künstlerin rosalie. Bekannt wurde sie durch ihre spektakulären Bühnenbilder und Kostüme für Alfred Kirchners Inszenierung des Rings des Nibelungen (1994–1998). Bühnenbildmodelle, Originalkostüme und Ausstattungsstücke lassen diese Inszenierung wieder plastisch werden. rosalie wirkte auch als bildende und vor allem als Lichtkünstlerin. Ihre Lichtobjekte und raumgreifenden immersiven Installationen sind ebenso zu sehen wie ihre Skulpturen und Gemälde, die als Intervention die Lebenswelt Richard Wagners bevölkern, sich in ihr breitmachen und den Besuchern durch diesen überraschenden Beziehungszauber ein Phantasie- und Erkenntnisfest bereiten.

 

Richard Wagner Museum Bayreuth

 

September bis Juni: Di.-So., 10-17 Uhr | Juli und August: Mo.-So., 10-18 Uhr (momentan coronabedingt seit 2. Nov. geschlossen)

 

Foto: Thomas Köhler, Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth.

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