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Önningeby

Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln
03.11.2017 - 11.03.2018

Önningeby.Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln
Önningeby.Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln
Foto: Gemäldegalerie Dachau

Gemäldegalerie Dachau

Konrad-Adenauer-Straße 3
85221 Dachau

Tel. 08131/5675-0
Fax 08131/78305
Email
info@dachauer-galerien-museen.de
Webseite
http://www.dachauer-galerien-museen.de

Öffnungszeiten

Di.-Fr. 11.00-17.00, Sa., So. u. Feiert. 13.00-17.00

Beschreibung

Die Künstlerkolonie Önningeby wurde von dem weithin bekannten finnischen Landschaftsmaler Victor Westerholm (1860–1919) begründet, der an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und die Académie Julian in Paris besucht hatte. Er kam 1886 zum ersten Mal auf die Ålandinseln, wo er ein malerisch gelegenes kleines Haus am Lemströmkanal erwarb. Dorthin, wo seiner Meinung nach "der beste Platz auf der ganzen Welt zum Malen" war, lud er seine Künstlerfreunde ein. Es kamen schwedische und finnische, später auch estnische Künstler, die sich jedes Jahr während der Sommermonate in den umliegenden Gehöften einmieteten. Über die Hälfte waren Frauen, die sich weniger der Landschaftsmalerei als figürlichen Motiven widmeten. Ihnen begegnete man hier in dieser Zeit ungewöhnlich vorurteilsfrei. In Önningeby waren die Künstler überwältigt von der Reinheit der unberührten Natur, den Felsen, dem Wald und der unvergleichlichen Flora, dem besonderen Licht des Nordens und den Farben. Gleichzeitig schätzten Sie auf den abgelegenen Ostsee-Inseln am Eingang des Bottnischen Meerbusens die Ruhe, die ungestörtes Arbeiten ermöglichte. Zentrum der entstehenden Künstlerkolonie, die rasch auch durch Presseberichte bekannt wurde, blieb Westerholms gemütliches Zuhause "Tomtebo", wo er und seine Frau Hilma als liebenswürdige Gastgeber jeden willkommen hießen, der über die Jahre aus Interesse am Malen dort eintraf. Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens war hingegen schwedische Maler Johan Axel Gustaf Acke (1859–1924), eine redselige und humorvolle Persönlichkeit. Die Jahre von 1886 bis 1892, in denen er nach Önningeby kam, gelten als die lebhaftesten in der Geschichte der Künstlerkolonie, die sich wie viele andere mit Beginn des Ersten Weltkriegs auflöste.