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Renée Sintenis

Pionierin der Bildhauerei
04.04.2020 - 17.01.2021

Renée Sintenis mit dem Modell Großer springender Bock, 1927
Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, ullstein bild/Hans Robertson
Mit ihrer Kurzhaarfrisur und ihrem androgynen Auftreten galt Sintenis als Gesicht der Weimarer Republik und als ein Vorbild für die „neue Frau“. In ihrem plastischen Schaffen widmete sie sich zunächst dem weiblichen Akt und bald vorwiegend der Tierplastik. Allmählich findet sie in einer impressionistisch-flackernden Oberflächenbehandlung ihre ganz eigene Formensprache. Auch die Vorwärts-Dynamik eines Polospielers oder die gespannte Konzentration der populären Boxkämpfer weiß sie zu veranschaulichen. Ihre pointierten, packenden Sportlerdarstellungen sind damit ein ausdrucksstarkes Zeugnis der Sportbegeisterung der Zeit. Eindringliche Selbstbildnisse und die charaktervollen Bildnisse von Freunden, zu denen der Dichter Joachim Ringelnatz zählt, befördern zusätzlich das Interesse an ihrem künstlerischen Werk. Nach einschneidenden Jahren der inneren Emigration wird Sintenis schließlich in den 1950ern mit ihrer Skulptur des Berliner Bären zur Botschafterin der von ihr so geliebten Stadt.

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