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Es kommen kalte Zeiten

Murnau 1919 - 1950
12.05.2020 - 21.11.2021

Appell der Hitler-Jugend vor dem Murnauer Rathaus, 1934,
Foto: © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Murnau ein kleiner Ort im Oberland wie viele andere. Politik, aber auch wirtschaftlicher
und gesellschaftlicher Fortschritt spielten sich anderswo ab, die Gemeinde am Rand der Alpen führte ein beschauliches Dasein fernab der Konflikte und Widrigkeiten der modernen Welt.

Und doch komprimiert sich hier deutsche Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie in einem Brennglas:
Hier lebten der nationalsozialistische Wirtschaftstheoretiker und frühe Förderer Hitlers Gottfried Feder, der spätere Präsident des Jüdischen Weltkongresses Nahum Goldmann, der amerikanisch-jüdische Mäzen James Loeb, die Malerin Gabriele Münter, der Schriftsteller Ödön von Horváth und der Widerstandskämpfer Christoph Probst. Adolf Hitler, aber auch Heinrich Himmler und Julius Streicher machten in der Gemeinde am Staffelsee Station.

Unter Einbeziehung einer Vielzahl von historischem Fotomaterial, Plakaten und Objekten aus dem Archiv der Marktgemeinde, Staats- und Hauptstaatsarchiv sowie Stadtarchiv München und Privatarchiven wird das politische, gesellschaftliche und kulturelle Panorama kleinstädtischen Lebens von 1919 bis 1950 deutlich, das über den lokalen Kontext hinaus nationale und internationale Bedeutung hat.



Schloßmuseum Murnau

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Tel. 08841/476-207
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