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Reisen. Entdecken. Sammeln. Barbara Klemm, Günther Uecker, Jiří Kolář, Jan Kubíček, Miloš Urbásek, Zdeněk Sýkora

22.02.2020 - 05.07.2020

Günther Uecker, O.T., 1985
Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Wolfgang Lukowski, Frankfurt a.M.
Bis vor 30 Jahren teilte der Eiserne Vorhang Europa in Ost und West: eine politische Abgrenzung, die wirtschaftlich und gesellschaftlich Folgen hatte. Hans-Peter Riese, damals als westdeutscher Journalist im Osten unterwegs, gehörte zu den Botschaftern zwischen den beiden Welten. Auf seinen Reisen begegnete er zahlreichen KünstlerInnen. So entstand eine beeindruckende Sammlung, die er zusammen mit seiner Frau, der Journalistin Michaela Riese, aufbaute.
Der Kern dieser Sammlung, die Michaela-Riese-Stiftung, befindet sich seit 2008 im KOG. Inzwischen ist diese auf über 200 Werke osteuropäischer sowie deutscher KünstlerInnen angewachsen. Die Ausstellung stellt Highlights der Zustiftung 2019 in den Mittelpunkt.
Den Auftakt macht der unbetitelte Zeitungsblock von Günther Uecker. Er schenkte ihn Riese 1985, als dieser als Korrespondent nach Moskau ging. Ganz charakteristisch durchbohren Ueckers Nägel einen Stapel der ZEIT: Das "Festgenagelt werden“ spielt an auf die damals allgegenwärtige Zensur im Ostblock.
Leitfaden für den Ausstellungsrundgang sind die Reportagen, die Hans-Peter Riese in Osteuropa verfasste und bei denen er von seiner Redaktionskollegin Barbara Klemm (*1939) fotografisch begleitet wurde. Gemeinsam dokumentierten sie für die FAZ die aufregende Zeit des Falls der innerdeutschen Mauer und des Eisernen Vorhangs. Einen Blick auf das Schaffen abseits der offiziellen Kunst der damaligen Tschechoslowakei geben Werke von Jiří Kolář, Jan Kubíček, Miloš Urbásek und Zdeněk Sýkora.

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