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Maximilianmuseum
Augsburg - kreisfreie Stadt / Schw.

Beschreibung:
Das Maximilianmuseum, im Zentrum der Altstadt zwischen Rathaus und St. Annakirche gelegen, ist das Stammhaus der städtischen Kunstsammlungen Augsburg. Die heutige Anlage, seit 1855 Museum und nach dem bayerischen König Maximilian II. benannt, besteht aus zwei historischen Bürgerhäusern, dem „Welserhaus“ (15. Jh.) und dem „Hainhoferhaus“ (16. Jh.), die erst Ende des 17. Jh. zu einem Komplex vereint wurden. Sie waren 1716 bis 1853 Evangelisches Waisenhaus. Seit dem Umbau 1907/08 unter Gabriel v. Seidl verbinden zwei Seitenflügel die beiden Einzelhäuser zu einem geschlossenen Gebäudegeviert um einen Innenhof. Dieser Hof, seit der umfassenden Neugestaltung des Maximilianmuseums 1998 bis 2000 mit einer kühnen Glasdachkonstruktion überwölbt, beherbergt die kostbaren Bronzefiguren von den Augsburger Prachtbrunnen des Hubert Gerhard (um 1540/50–1620) und des Adriaen de Vries (1556–1626). Glanzstücke des Museums, das 2006 mit einer völlig neuen Präsentation wiedereröffnet wurde, sind die Skulpturen des 16.–18. Jh. (mit Werken u. a. von Hans Daucher, Sebastian Loscher, Georg Petel), die Augsburger Goldschmiedekunst, Porzellan und Fayence (z. B. die Erzeugnisse der schwäbischen Fayence-Manufakturen Augsburg, Künersberg, Göggingen und Friedberg), Uhren und wissenschaftliche Instrumente und die stadtgeschichtliche Sammlung, zu der beispielsweise die berühmten Holzmodelle des Augsburger Rathauses von Elias Holl gehören.

Adresse:
Fuggerplatz 1
86150 Augsburg
Tel. 0821/324-4167
Tel. 0821/324-4111
Fax 0821/324-4105
kunstsammlungen.stadt@augsburg.de


Geöffnet:
Di. 10.00-20.00, Mi.-So. 10.00-17.00


Ausstellungen:
18. März 2012 bis 19. Juni 2012
Bürgermacht & Bücherpracht
Augsburger Ehren- und Familienbücher der Renaissance
In den 1540er Jahren stand die Reichsstadt auf der Höhe ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht. In dieser Zeit erlebte die Augsburger Buchmalerei eine einzigartige Blüte. Damals entstanden kostbar illuminierte Prachthandschriften für Augsburgs Rat, Patrizier und Zünfte.
Die Ausstellung vereint erstmals nahezu sämtliche Augsburger Prunkhandschriften, Wappen- und Familienbücher aus Renaissance und Frühbarock. Ausgestellt werden herausragende Werke wie z. B. das prächtige „Fuggersche Ehrenbuch“, das 1545 vollendete Familienbuch der Fugger, das Herwartsche Ehrenbuch oder das seit dem 2. Weltkrieg verschollene „Augsburger Geschlechterbuch“ das erst 2010 für die Staatgalerie Stuttgart zurückgewonnen werdenkonnte. Kooperationspartner der Ausstellung sind die Staatsbibliothek München und die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, aus deren wertvollen Bestand der Großteil der Exponate stammt.


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