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Dokumentation Obersalzberg
Berchtesgaden - Berchtesgadener Land / Obb.

Beschreibung:
Der Obersalzberg bei Berchtesgaden, einst als Sommersitz Hitlers und seines engsten Gefolges, wichtige Befehlszentrale und populärer Ort des Führerkults, ist auch mehr als 65 Jahre nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs Ziel vieler Besucher aus aller Welt. Die 1999 eröffnete „Dokumentation Obersalzberg“, die im Auftrag des für die Verwaltung des Geländes zuständigen Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen vom Institut für Zeitgeschichte erarbeitet wurde und weiterhin betreut wird, stellt dem Mythos die geschichtliche Realität gegenüber. Die Ausstellung soll am historischen „Täterort“ aufklären und allen interessierten Besuchern als Anlaufstelle dienen. Sie beschränkt sich dabei nicht allein auf die Geschichte des Obersalzbergs im Dritten Reich, sondern breitet in umfangreichen Bild- und Textdokumentationen im Kontext von Propaganda und Realität die innenpolitische Entwicklung (Stichworte u. a. „Der Führer“, „Volksgemeinschaft“, „Rassenpolitik“, „Terrorapparat“, „Widerstand und Emigration“) und die außenpolitischen Ereignisse mit den Stationen des 2. Weltkriegs aus. Kurz wird auch die Geschichte des Geländes als „recreation area“ unter amerikanischer Verwaltung von 1945–1995 gestreift. Der Rundgang endet mit dem Besuch eines Teils der Bunkeranlagen, die zum Mythos einer „Alpenfestung“ beitrugen. Die dort eingerichteten Medienräume bilden den Schlusspunkt der Ausstellung: In einem Hörraum berichten jüdische Frauen, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt haben, unmittelbar nach ihrer Befreiung im April 1945 über ihre Erfahrungen in den Konzentrationslagern, im zweiten Raum zeigt ein Film Szenen aus dem 2. Weltkrieg.

Adresse:
Salzbergstr. 41
83471 Berchtesgaden
Tel. 08652/9479-60
Fax 08652/9479-69
organisation@obersalzberg.de


Geöffnet:
April-Okt. tägl. 9.00-17.00,
Nov.-März Di.-So. 10.00-15.00


Veranstaltungen:
Einmalig
Do. 24. Mai 2012

19. Obersalzberg Gespräch
Extreme Gewalt und Nachkrieg. Wie aus Soldaten Opas werden.
Die ausgeübte und erfahrene extreme Gewalt des zweiten Weltkriegs hat nachhaltige Spuren sowohl in den Familiengedächtnissen wie im sozialen Gedächtnis der deutschen Nachkriegsgesellschaft hinterlassen. Der Sozialpsychologe Harald Welzer, der zu den renommiertesten Experten weltweit zählt, geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie diese Gewalt erlebt, kommuniziert, verarbeitet, tradiert und gedeutet wurde.


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