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Kunsthalle Schweinfurt im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad
Schweinfurt - kreisfreie Stadt / Ufr.

Beschreibung:
Das von dem Schweinfurter Industriellen Ernst Sachs (1867–1932) den Bürgern seiner Heimatstadt geschenkte und in den Jahren 1931–33 nach Plänen von Roderich Fick erbaute Hallenbad bildet mit seiner bemerkenswerten, neusachlichen Architektur und seinem großzügigen Raumzuschnitt ein ideales Gebäude für die Kunsthalle Schweinfurt. Dort sind seit 2009 die ständige Sammlung „Diskurse – Deutsche Kunst nach 1945“ mit nationalen Strömungen der zeitgenössischen Kunst, die Dauerleihgaben der Sammlung Joseph Hierling mit Werken des expressiven Realismus zur Kunst zwischen den beiden Weltkriegen und die Aktivitäten des Kunstvereins Schweinfurt e. V. auf rund 2000 m² zusammengefasst. Die Ausstellungen wollen dem Betrachter die Gelegenheit geben, zwischen den unterschiedlichsten Kunstäußerungen des 20. und 21. Jh. Vergleiche zu ziehen. Wechselausstellungen finden in der großen Halle im Erd- und im Untergeschoss statt. Der Ausstellungsraum in der ehemaligen Schwimmhalle mit seiner beeindruckenden Hängefläche kann auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Adresse:
Rüfferstr. 4
97421 Schweinfurt
Tel. 09721/51479
Fax 09721/51320
info@kunsthalle-schweinfurt.de


Geöffnet:
Di., Mi., Fr.-So. 10.00-17.00, Do. 10.00-21.00


Ausstellungen:
02. März 2012 bis 10. Juni 2012
Victor Kraus - this deep surface
Der Maler lotet seit nunmehr über zwei Jahrzehnten die Möglichkeiten einer Malerei aus, die sich einerseits bewusst mit Sujets und Qualität der Klassischen Moderne auseinandersetzt (Figur - Interieur - Stillleben - Landschaft). So stehen der Akt des Malens und die Lust am Malerischen im Mittelpunkt seiner Vorgehensweise. Vor dem Endprodukt vollzieht sich stets das aufregende Wechselspiel von Intuition, erstem Hinausschleudern subjektiver Befindlichkeit einerseits, sowie reflexiver Arbeit in differenzierten Setzungen andererseits: Malen und Übermalen, Schicht für Schicht, Collagieren. Seine Interieurs, Landschaften und biomorphen Formen der letzten Jahre beleuchten das Mysterium hinter dem Gewohnten. Seine an der Grenze zur Abstraktion vibrierenden Blüten- und Pflanzenfragmente sind Vehikel, die die Sinne für das Wesen der uns umgebenden natürlichen oder auch von uns geformten Welt schärfen. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

20. April 2012 bis 02. Sept. 2012
Udo Kaller "Die sechsunddreißig Ansichtes des Berges Fuji nach Katsushika Hokusai
Mit dem spitzen Pinsel des Malers greift er in seinem neuesten Zyklus nach Hokusais "36 Ansichten des Berges Fuji" kompositorische Grundelemente und motivische Details aus dessen kolorierten Holzschnitten auf und paraphrasiert beziehungsweise transformiert sie dabei in seine eigene Formensprache. Gelegentlich werden verschiedene Bildausschnitte aus Hokusais Vorlage zu einer völlig neuen, eigenen Aussage überlagert. Obwohl manchmal erst auf den zweiten Blick erkennbar, bleibt immer der Berg Fuji als Bildelement erhalten. Stets entsteht unter Kallers Händen ein Kaller, der bekanntlich auch in seinem sonstigen Schaffen sein besonderes Auge für den Makrokosmos unter Beweis gestellt hat.

06. Juli 2012 bis 23. Sept. 2012
anders:wo - 2. Triennale für zeitgenössische Kunst
Zum zweiten Mal wird ein repräsentativer Querschnitt der Kunstszene Frankens gesucht. Der Kreis der Teilnehmer ist beschränkt auf Künstler und Künstlerinnen, die aus Franken stammen, in Franken leben oder hier ausgebildet worden sind. Ihr Kurator, der Leiter der kunst galerie fürth, Hans-Peter Miksch, hat nun 21 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die er unter dem Motto „anders:wo“ vorstellen wird. Das Motto ist Anspielung auf die Sehnsucht nach einem physischen, psychischen oder politischen Anderswo, die eine Triebfeder künstlerischen Schaffens ist, es ist gleichermaßen die Frage nach dem richtigen Ort für den Künstler und die nach dem geistigen Ort eines Kunstwerks (bedingt die geographische Lage eine spezifische künstlerische Produktion?). Als turnusmäßig wiederkehrende Ausstellung stellt die Triennale fränkischer Kunst nicht nur unter dem diesjährigen Motto Fragen nach Aktualität, Abhängigkeit und Anschlussfähigkeit von Kunst im Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie.

28. Sept. 2012 bis 06. Jan. 2013
Ikone – visualisiertes Glaubensbekenntnis
Die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt beherbergen im Gunnar-Wester-Haus die Ikonensammlung Fritz Glöckle, die der Schweinfurter Bauunternehmer in mäzenatischer Weise der Stadt Schweinfurt in mehreren Etappen geschenkt hat. Dort geben in drei Räumen im Erdgeschoss über 100 Ikonen einen Einblick in die sakrale russische Kunst des 16.-19. Jahrhunderts. Die geplante Ausstellung soll in der neuen Kunsthalle der Stadt Schweinfurt im Zeitraum September 2012 – Januar 2013 präsentiert werden und wird zum ersten Mal in einer großartigen Weise die Ikonensammlung aus der oben genannten Schenkung, die mittlerweile seit 10 Jahren im Gunnar-Haus-Museum ausgestellt wird, im internationalen Kontext präsentieren

19. Okt. 2012 bis 06. Jan. 2013
Paul Kleinschmidt
Hinter den Kulissen
Etwa 60 Gemälde und Gouachen werden gezeigt. Sie stehen im Zusammenhang mit der hier beheimateten Sammlung Joseph Hierling, deren Schwerpunkt auf der gegenständlichen Malerei der Zwischenkriegszeit liegt. Kleinschmidt gehört zu den wichtigsten Vertretern. Er war vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und in den USA äußerst erfolgreich, indem er Mäzene und renommierte Kunstkritiker als Fürsprecher hatte. Seine Karriere endete jedoch abrupt mit der Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur, wo man ihn an den Pranger stellte. Der Grund war sein erklärtes Hauptthema: seine Figurenbilder aus den Bars und Garderoben des Variété-Milieus. Dieses wird eingerahmt von großangelegten Stillleben und Landschaften. Das Werk ist stilistisch homogen und von hoher Qualität, was erstaunlich ist angesichts der miserablen Lebensumstände, die der Maler erleiden musste.


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