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Tachauer Heimatmuseum

Weiden i. d. Oberpfalz, kreisfreie Stadt / Oberpfalz

Blick in die neue Dauerausstellung
Blick in die neue Dauerausstellung
Foto: Landesstelle, Wolfgang Stäbler

Tachauer Heimatmuseum

Schulgasse 3 a
92637 Weiden

Tel. 0961/814102
Fax 0961/814119
Email
museum@tachau.de
Webseite
http://www.tachau.de

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 9.00-12.00 u. 14.00-16.30

Beschreibung

Bereits 1956 übernahm die Stadt Weiden die Patenschaft für die früheren deutschen Einwohner des Kreises Tachau im südlichen Egerland und stellte dem ein Jahr später gegründeten Verein zur Erhaltung Tachauer Kulturgutes e. V. Räume zur Verfügung. Die seitdem stark angewachsene Sammlung, die heute von der Stadt Weiden und dem Heimatkreisverein Tachau betreut wird, präsentiert sich seit 2011 den Besuchern in einer völlig neu konzipierten, modernen Ausstellung. Einerseits wird das Leben der Tachauerinnen und Tachauer in der alten Heimat bis zur Vertreibung 1945/46 gezeigt. Daneben ermöglicht es der Einbau der Galerie, den für die Stadtgeschichte Weidens besonders wichtigen Aspekt der Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge nach 1945 darzustellen.
Der Rundgang beginnt mit den materiellen Lebensgrundlagen - vor allem der Holzreichtum des Böhmerwaldes wurde seit Jahrhunderten als Wirtschaftsgrundlage genutzt - und führt weiter zur Alltags- und Volkskultur, die beispielsweise durch die Trachten des südlichen Egerlandes oder die Prozessionsfigur der „Reichenthaler Muttergottes“ veranschaulicht wird. Als dritter großer Abschnitt der neuen Dauerausstellung folgt die Vertreibung und ihre Vorgeschichte. Am Beispiel von zwei Lebensläufen wird gezeigt, wie die politischen Verwerfungen der ersten Hälfte des 20. Jhs. ganz konkret zwei Leben beeinflussen konnten. Mit der Abteilung zur Vertreibung teilt sich die Ausstellung in zwei Richtungen auf: Die Treppe zur Galerie führt in die neue Heimat. Auf der Empore wird erklärt, wie es mit den Menschen nach der Aussiedlung weiterging. Dagegen beschreibt der Weg, der von der Darstellung der Vertreibung direkt zum Ausgang führt, in einem kurzen Exkurs, was mit dem Land geschah, nachdem die deutsche Bevölkerung fort war. Abschließend wird aber auch der Neubeginn in der Region Tachau /Tachov nach der Öffnung der Grenzen vor über 20 Jahren geschildert.