Sie befinden sich hier

Schwarzachtaler Heimatmuseum

Neunburg vorm Wald, Lkr. Schwandorf / Oberpfalz

Schmiedeeisernes Grabkreuz, Neunburg, 19. Jh.
Schmiedeeisernes Grabkreuz, Neunburg, 19. Jh.

Schwarzachtaler Heimatmuseum

Im Berg 12
92431 Neunburg

Tel. 09672/4183
Tel. 09672/911-80
Fax 09672/926696
Email
rathaus.stadt@neunburg.de
Webseite
http://www.museum.stadtneunburgvormwald.de

Öffnungszeiten

Mitte Mai-Ende Sept. So. 10.00-12.00 u. 14.00-17.00, Mi. 14.00-17.00, Okt.-April nur nach Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Hoch über der Stadt Neunburg vorm Wald erhebt sich der mächtige Bau des Alten Schlosses, einer Wittelsbacher Residenz aus dem 15. Jh. Bereits 1912 eröffnet, ist das Schwarzachtaler Heimatmuseum seit 1980 in zwei Geschossen des Schlosses und seines spätgotischen Wartturmes mit einer Fläche von ca. 1000 m² eingerichtet.
Der Rundgang beginnt mit der „Geschichte und Kultur der Stadt und des Umlandes“. In zwei Räumen dokumentiert eine Militaria-Sammlung mit Exponaten vom Mittelalter bis zum 2. Weltkrieg wichtige kriegsgeschichtliche Ereignisse. Es folgt die Abteilung „Jäger und Schützen“ mit einer Schießscheibensammlung. Im Obergeschoss wird die Entwicklung von „Handel, Handwerk und Gewerbe“ aufgezeigt und dabei im „Eisenraum“ demonstriert, welche Fülle von Produkten die Schmiedekunst und der berühmte Bodenwöhrer Eisenguss hervorbrachten. Schwerpunkte beim „Totenkult“ sind geschmiedete und gegossene Grabkreuze, Glocken und kleine Grabdenkmäler. In der „Galerie“ werden sakrale Gemälde und Skulpturen vom Barock bis ins 20. Jh. präsentiert. Neu eingerichtet ist der Raum für „Wallfahrtswesen und Volksfrömmigkeit“ mit einer umfangreichen Sammlung von Hinterglasbildern der „Winklarner Schule“ (18.–20. Jh.).
In die Abteilungen „Wohnen und Arbeiten im Bauern- und Bürgerhaus“ einbezogen werden zwei Persönlichkeiten, die in München berühmt wurden: Johann Nepomuk v. Ringseis, Professor, Uni-Rektor in München, Reisearzt und Freund von König Ludwig I., sowie Johann Michael v. Söltl – Historiker, Haus- und Staatsarchivar. Dem Neunburger Chronisten und Grafiker Georg Dorrer ist ein eigenes Kabinett gewidmet.
Im Wartturm befindet sich eine kleine Sammlung zur „Vor- und Frühgeschichte“ und ein Raum für „Keramik und Glas“. Nur „bodenständiges“ Material wird in der „Geologie und Mineralogie“ gezeigt. Der höchste Turmraum ist mit Landkarten und Stadtansichten der Oberpfalz illustriert, gewährt aber auch eine hübsche Aussicht auf Neunburg und das Schwarzachtal. Im „Lapidarium“ des Museums können schließlich Steinmetzarbeiten aus Granit und Sandstein bestaunt werden.