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Schiefermuseum – Hermann-Söllner-Stiftung

Ludwigsstadt, Lkr. Kronach / Oberfranken

Inszenierung „In der Spalthütte“
Inszenierung „In der Spalthütte“

Schiefermuseum – Hermann-Söllner-Stiftung

Lauensteiner Straße 44
96337 Ludwigsstadt

Tel. 09263/9745-41
Fax 09263/9745-42
Email
info@schiefermuseum.de
Webseite
http://www.schiefermuseum.de

Öffnungszeiten

Di.-So. 13.00-17.00 u. n. Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Mitte des 19. Jh. erlangte der Schieferbergbau in der thüringisch-fränkischen Rennsteigregion eine große Bedeutung. Ludwigsstadt entwickelte sich zum Zentrum der Schiefertafelindustrie in Deutschland. Der Anschluss von Frankenwald und Schiefergebirge an das deutsche Eisenbahnnetz 1885 förderte den wirtschaftlichen Aufschwung der gesamten Region. Die Schiefertafel wurde zum Exportschlager und die Welt lernte auf Tafeln aus Ludwigsstadt das Schreiben. Die Lieferungen gingen unter anderem nach Osteuropa, Afrika, Asien und Amerika. Die Einführung von Papierheften beendete die Ära der Schiefertafeln. In Ludwigsstadt stellte die letzte Fabrik 1989 ihre Produktion ein. Heute zeigt das Schiefermuseum die Arbeitsschritte der Schiefertafelproduktion in Heimarbeit und Industrie.
Das Schiefermuseum präsentiert sich dabei als lebendiges Stück Geschichte. Es gibt seinen Besuchern die Möglichkeit, selbst Schiefer zu spalten, zu schneiden und zu lochen. Die wirtschaftliche Nutzung von Schiefer in seiner ganzen Vielfalt ist dabei Thema. Neben der Tafelproduktion informiert die Ausstellung zu folgenden Bereichen: Geologie des Schiefergebirges, Schieferbergbau und -verarbeitung, Griffelherstellung, Schieferdeckerhandwerk, Sozialgeschichte der Schieferarbeiter.