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Plassenburg - Landschaftsmuseum Obermain

Kulmbach, Lkr. Kulmbach / Oberfranken

Daubenkrug, Johann Georg Meyer d. Ä. (1708-18)
Daubenkrug, Johann Georg Meyer d. Ä. (1708-18)
Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Plassenburg - Landschaftsmuseum Obermain

Festungsberg 26
95326 Kulmbach

Tel. 09221/804-571
Fax 09221/804-579
Email
museen@stadt-kulmbach.de
Webseite
www.plassenburg.de

Öffnungszeiten

April-Okt. tägl. 9.00-18.00,Nov.-März tägl. 10.00-16.00

Beschreibung

Im Westflügel der Plassenburg zeigt das Landschaftsmuseum kunst- und kulturhistorisch bedeutsame Gegenstände des Obermaingebietes. Am Beginn des Rundgangs steht eine Replik der Ebstorfer Weltkarte. Das Weltbild des hohen Mittelalters kann hier per Computer entschlüsselt werden. Es folgen die Abteilungen „Reformation“, „Zerstörung Kulmbachs 1553“ und „Wiederaufbau“ der alten Residenzstadt der Markgrafschaft „ob dem Gebürg“ nach dem Bundesständischen Krieg. Hörbilder und Videoinszenierungen ergänzen die Aussagen der Originale, von denen die auf das Jahr 1576 datierbare Keller'sche Steinkanzel aus der Petrikirche eine exponierte Stellung einnimmt. Besondere Würdigung erfährt der berühmte „Pörbitscher Schatz“, der kurz vor der Plünderung der Stadt Kulmbach durch kaiserliche Truppen im Oktober 1634 während des Dreißigjährigen Krieges vergraben worden war. Über die Treppe des Wachtturmes gelangt man in das 1. Obergeschoss. Der ehemalige Festsaal des vormaligen Zinnfigurenmuseums dient der Veranschaulichung der Zeit nach dem Wegzug der Markgrafen nach Bayreuth. Die größte Sammlung Kulmbacher Daubenkrüge dokumentiert den hohen Stand des Zinngießerhandwerks der Stadt. Damit beginnt die Phase einer steten Entwicklung hin zur Spezialisierung auf den Gebieten der Textilverarbeitung und des Brauwesens. Teile der originalen Holzverkleidung zweier Herbergsstuben leiten über zu den Zeugnissen einer anspruchsvollen bürgerlichen Wohnkultur. Mit den archaisch anmutenden Schnitzereien des Altseidenhofer Bauern Andreas Fischer endet der Gang durch die Geschichte des Obermainlandes.
Das 2. Obergeschoss steht unter dem Motto „Von Sammlern und Gelehrten“. Mit den systematisch vorgenommenen Grabungen auf dem Gebiet der Vor- und Frühgeschichte wird die Persönlichkeit Max Hundt (1898–1966) in Verbindung gebracht, mit der Geologie, vor allem auch der Paläontologie des Obermaingebietes Johannes Peter Apollonius Weltrich (1781–1850) und mit der Abteilung Fauna und Flora der Weltreisende und Insektensammler Johannes Kaulfuß (1859–1947). Den Abschluss bildet eine Ausstellung mit dem Titel „Hexen, Werwölfe und Untote“, die sich mit dem Aberglauben vergangener Jahrhunderte und seinen Ausprägungen beschäftigt.