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Kreismuseum Mühldorf

Mühldorf a. Inn, Lkr. Mühldorf a. Inn / Oberbayern

Hans Paldauf, Taufkirchener Madonna, um 1425
Hans Paldauf, Taufkirchener Madonna, um 1425

Kreismuseum Mühldorf

Tuchmacherstraße 7
84453 Mühldorf

Tel. 08631/2351
Fax 08631/987642
Email
info@kreismuseum-muehldorf.de
Webseite
http://www.lodron-haus.de

Öffnungszeiten

Di., Mi., Do., So. 14.00- 17.00 u. n. Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Der Landkreis Mühldorf zeigt eine Auswahl seiner Kultur-Schätze im ehemaligen Distriktgefängnis, einem im 15. Jh. errichteten und 1638 unter dem Salzburger Erzbischof Paris Graf Lodron zum Getreide- und Vorratsspeicher ausgebauten Gebäude. Dort kann man die Relikte frühester Besiedlung der Region während des Altneolithikums vor rund 7000 Jahren entdecken, als die Menschen nach dem Abtauen der Gletscher sesshaft wurden und Ackerbau und Viehzucht aufnahmen. Mit den Römern erreichte ab 15 v. Chr. auf dem Weg über die Alpen mittelmeerische Lebensart den nördlichen Alpenraum. Auch wenn die Römer als Besatzer kamen, so brachten sie doch modern anmutenden Straßenbau, Luxusartikel wie Glasgefäße, Wein und verzierte Keramik, aber auch eine geordnete Verwaltung und weitverzweigten Handel in die dem römischen Weltreich eingegliederten Regionen.
Besonders sehenswert ist der Skulpturenraum mit wertvoller Schnitzkunst und Gemälden vor allem aus der Zeit um 1500, darunter ein Tafelbild des hl. Sebastian von Wilhelm Pätzold, eine als „Taufkirchener Madonna“ bekannte Marienskulptur aus der Werkstatt des als „Meister von Mühldorf“ bezeichneten Hans Paldauf sowie eine Statue des hl. Diakon von Matthäus Krinis.
Zwei Filme schlagen den Bogen zu weiteren Kunstwerken aus einer Zeit, als die Stadt Mühldorf und ihr Umland noch eine Salzburger Enklave im bayerischen Territorium waren. Informative Ton-Dia-Schauen beleuchten Themen wie das Zeitalter Napoleons und die Innschifffahrt. Bis 1870 war der Inn ein wichtiger Handelsweg, doch verlor die Schifffahrt mit dem Aufkommen der Eisenbahn an Bedeutung. Mühldorf wurde zum Verkehrsknotenpunkt Südostbayerns, Handel und Wirtschaft florierten. In der Ausstellungseinheit „Wirtschaft im Kreis“ erfahren die Museumsbesucher den tiefgreifenden Wandel im 19. Jh. und dessen Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Das Kreismuseum wird derzeit abschnittsweise neu gestaltet.