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Industriedenkmal Radom der Erdfunkstelle Raisting

Raisting, Lkr. Weilheim-Schongau / Oberbayern

Radom und weitere Antennen
Radom und weitere Antennen

Industriedenkmal Radom der Erdfunkstelle Raisting

Hofstätterweg 1
82399 Raisting

Tel. 0881/6811234
Fax 0881/6812467
Email
h.hetterich@lra-wm.de
Webseite
http://www.radom-raisting-gmbh.de

Öffnungszeiten

April-Okt. nach Vereinbarung

Beschreibung

Die Antenne I der Erdfunkstelle Raisting ist den meisten unter dem Schlagwort „Radom Raisting“ bekannt. Die Bezeichnung „Radom“ leitet sich aus dem englischen „Radar Dome“ (Radarkuppel) ab. Das Radom stellt somit das Schutzgehäuse für die darunter befindliche Antenne dar. Die Antenne I hat einen Durchmesser von 25 m. Eine konstruktive Besonderheit stellt die Tragluftkuppel dar. Diese äußere Schutzhülle für die darunter befindliche Antenne wird durch den in ihr bestehenden Luftdruck gestützt.
Das Radom mit der Antenne I der Erdfunkstelle Raisting wurde 1962–64 von der damaligen Bundespost errichtet.
Im gleichen Jahr erfolgte die erste Live-Fernsehübertragung mit Hilfe des Radom und der Antenne I in Raisting.
Ab 1965 konnten mit Hilfe der Antenne I und dem Satelliten INTELSAT 1, Early Bird, 240 Fernsprechkanäle oder ein Fernsehbild übertragen werden.
Das Radom und die Antenne I wurden 1985 außer Betrieb genommen. Sie erhielten 2009 den Status eines Denkmals von nationaler Bedeutung.
Das Radom beherbergt eine umfangreiche Sammlung an technischen Exponaten mit dem thematischen Schwerpunkt Satellitenkommunikation. Darüber hinaus befindet sich unter der Tragluftkuppel die nahezu im Originalzustand befindliche und funktionsfähige Parabolantenne, welche durch die Besucher im Rahmen von Führungen begangen und besichtigt werden kann. Die künftige Dauerausstellung soll einen Ein- und Überblick zur Satellitenkommunikationstechnik gewähren und die Bedeutung des Radom Raisting für den Sprung in die moderne Kommunikationsgesellschaft herausstellen.