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Heimathaus

Lauingen, Lkr. Dillingen a. d. Donau / Schwaben

Mathis Gerung, Ottheinrich von der Pfalz verteilt Almosen,1557
Mathis Gerung, Ottheinrich von der Pfalz verteilt Almosen,1557

Heimathaus

Herzog-Georg-Straße 57 a
89415 Lauingen

Tel. 09072/5491
Tel. 09072/998-0
Fax 09072/998-192
Email
stadt@lauingen.de
Webseite
http://www.lauingen.de/index.php?id=569

Öffnungszeiten

April-Okt. 2. So. im Monat 10.00-12.00 u. n. Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Lauingens heimatkundliche Sammlung existiert im „Heimathaus“ in der heutigen Form seit 1961. Eine Altertümersammlung bestand aber bereits vor mehr als 200 Jahren. Insofern kann die Sammlung als die älteste Bayerns gelten. Ein erstes Inventar sammlungswürdiger Gegenstände ist ins Jahr 1792 zu datieren.
1945 wurde der Museumsbestand geplündert, die Reste kamen, ergänzt durch archäologische Neufunde, ins „Heimathaus“, den ehemaligen Pfortenbau des Agnetenklosters (15. Jh).
Im Erdgeschoss ist eine Auswahl an alt-, mittel- und jungsteinzeitlichen Funden zu sehen, aus der Bronzezeit ein Bestand vom Galgenberg sowie Funde aus der Kelten-, Römer- und Alemannenzeit. In der Volkskundeabteilung verdienen die Zunftzeichen und die Votivbilder Beachtung. Zu dem „Beinernen Garten“, einer Knochenschnitzerei um 1850, existiert kein Gegenstück. Zur Stadtgeschichte sind Stadtsiegel, Städtegrafik und drei Gemälde von Mathis Gerung ausgestellt, darunter das Tafelgemälde „Lager Karls V. vor Lauingen“ mit einer stadtgeschichtlich bedeutsamen Episode aus dem Schmalkadischen Krieg.
Im Dachgeschoss befindet sich landwirtschaftliches und handwerkliches Gerät sowie ein „Heiliges Grab“ aus Unterbechingen.
Im ehemaligen Berufsschulinternat (dem früheren Augustiner-Kloster) wird ein begehbares Depot samt Zeitungsarchiv (ab 1948) eingerichtet. Zwei Leihgaben des „Heimathauses“, spätmittelalterliche Tafelgemälde, befinden sich als Dauerleihgabe in der Stadtpfarrkirche.