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Glockenschmiede

Vorderbrand, Lkr. Traunstein / Oberbayern

Besucher vor dem Werkstattgebäude
Besucher vor dem Werkstattgebäude

Glockenschmiede

Haßlberg 6
83324 Ruhpolding

Tel. 08663/2309
Tel. 08663/1268
Fax 08663/2306
Email
glockenschmiede@t-online.de
Webseite
http://www.museum-glockenschmiede.de/

Öffnungszeiten

Mitte Mai-14. Juli u. Sept.-Okt. Di.-Fr. 10.00- 12.00 u. 14.00-16.00, 15. Juli-Aug. Di.-Fr. u. So. 10.00-16.00 u. Gruppen nach Vereinbarung

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Stellvertretend für viele ehemalige Hammerschmieden in Südostbayern steht die noch funktionsfähige „Glockenschmiede“. Urkundliche Hinweise auf ihre Arbeit finden sich bereits ab der Mitte des 17. Jh. in der Ruhpoldinger Pfarrmatrikel. Darin wird das Glockenschmiederecht erteilt, das die Herstellung von Glocken und Schellen für Kühe, Ziegen und Schafe erlaubt. Später wurde es durch das Waffen- und Hufschmiederecht erweitert. Außerdem fertigte man eine Vielzahl von Werkzeugen, wie Strohmesser und Schaufeln, Sensen, Sicheln, Beile, Sapis, Rindenschäler und Torfmesser.
Das Werkstattgebäude mit zwei Wasserrädern ist Teil eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles. Dazu gehören die Schleiferei, in der im ersten Stock die Gesellenwohnung untergebracht war, das Wohnhaus, ein Blockhausbau von 1751, Pferde- und Kuhstall und eine Holzhütte. In der Schmiede selbst sind drei schwere Fallhämmer zu sehen, ferner eine Vielzahl von handgeschmiedeten Feuerzangen, Setz- und Formhämmern, drei Essen und diverse Ambosse. Eine Ausstellung im vorderen Anbau und auf dem Hammerboden spiegelt die Zeit vom 19. Jh. bis zum Tod des letzten Hammerschmiedemeisters im Jahre 1960 wider. Ein Film aus dem Jahre 1955, der den letzten Kuhglockenauftrag dokumentiert, lässt den Besucher die harte Arbeitswelt der Schmiede miterleben.