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Geigenbaumuseum

Mittenwald, Lkr. Garmisch-Partenkirchen / Oberbayern

Geigen aus Mittenwalder Werkstätten
Geigen aus Mittenwalder Werkstätten

Geigenbaumuseum

Ballenhausgasse 3
82481 Mittenwald

Tel. 08823/2511
Fax 08823/3355
Email
geigenbaumuseum@marktmittenwald.de
Webseite
http://www.geigenbaumuseum-mittenwald.de

Öffnungszeiten

1. Febr.-15. März, 15. Mai-14. Okt. u. 16. Dez.-6. Jan. Di.-So. 10.00-17.00, 7.-31. Jan., 16. März-14. Mai u. 15. Okt.-4. Nov. Di.-So. 11.00-16.00, Gruppen n. Vereinb.

Beschreibung

Matthias Klotz (1653–1743) eröffnete vermutlich um 1685/86 in Mittenwald eine Werkstatt als Lauten- und Geigenmacher. Er hatte das Handwerk wohl bei einem Füssener Lautenmacher erlernt und war dann nach Padua gegangen, um dort 1672–1678 die Gesellenjahre bei dem ausgewanderten Allgäuer Lautenmacher Pietro Railich zu absolvieren. Mit seiner Werkstatt und durch die Ausbildung der eigenen Söhne und anderer Mittenwalder wurde er zum Begründer des weltberühmten Mittenwalder Geigenbaus.
Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jh. waren in Mittenwald ca. 80 Geigenbauer tätig. 1858 wurde dann auf Betreiben von König Maximilian II. von Bayern die Mittenwalder Geigenbauschule gegründet, um eine systematische Ausbildung im Geigenbau zu gewährleisten.
Das 1930 gegründetete Geigenbaumuseum zeigt das Geigenbauhandwerk und seine mittlerweile über dreihundertjährige Entwicklung, verknüpft mit der Ortsgeschichte. Der Schwerpunkt der hochwertigen und umfangreichen Instrumentensammlung ist der barocke Mittenwalder Geigenbau. Die Ausstellung präsentiert zudem das 19. Jh. bis zu den Werkstätten der Gegenwart. Eine Vielzahl von Streich- und Zupfinstrumenten aus Mittenwald rundet das Bild ab. Hör- und Riechproben, Filme zum Thema Geigenbau, die Schauwerkstatt und regelmäßige Sonderausstellungen gestalten den Besuch in dem 2005 sanierten Museum abwechslungsreich.