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Gäubodenmuseum

Straubing, kreisfreie Stadt / Niederbayern

Straubinger Schatzfund
Straubinger Schatzfund

Gäubodenmuseum

Fraunhoferstraße 23
94315 Straubing

Tel. 09421/9741-10
Fax 09421/9741-29
Email
gaeubodenmuseum@straubing.de
Webseite
http://www.gaeubodenmuseum.de/

Öffnungszeiten

Di.-So. 10.00-16.00

teilw.
Museumsshop

Beschreibung

Das Gäubodenmuseum reicht mit seiner Geschichte bis in das Jahr 1845 zurück, als Sammlungen erstmals ausgestellt wurden. Der 1898 gegründete Historische Verein vermehrte diese, so dass man 1908 das Museum in ein ehemaliges Patrizierhaus verlegen konnte. Erweitert um zwei angrenzende Gebäude beherbergt es bis heute das Museum. Teile der Sammlung werden in den nächsten Jahren neu aufgestellt.
Die vorgeschichtliche Abteilung behandelt die Besiedlung des Straubinger Raums von der Jungsteinzeit bis zur Zeit der Kelten. Schwerpunkte sind die Funde aus der Jungsteinzeit, der Schnurkeramik und der Glockenbecherzeit. Die frühe Bronzezeit wird vertreten durch Exponate der „Straubinger Kultur“. Modelle von linearband- und hallstattzeitlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden geben Auskunft über die damalige Bauweise im Gäuboden. Den Auftakt der römischen Abteilung, die in den kommenden Jahren neu eingerichtet wird, bildet der römische Schatzfund von Straubing mit seiner großen Anzahl von Paraderüstungen und Statuetten, einer der bedeutendsten römischen Funde in Deutschland. Der folgende Raum ist dem römischen Militärwesen gewidmet. In ihm werden die Straubinger Kastelle mit ihren Truppen, der römische Donauhafen sowie Ausrüstung und Bewaffnung der hier stationierten Soldaten behandelt. Die anschließenden Räume informieren über das Lagerdorf mit seinen Handwerkern und Händlern sowie über die römische Religion und die orientalischen Mysterienkulte.
Die Sonderabteilung „Frühe Baiern im Straubinger Land“ zeigt die reichen bajuwarischen Funde aus dem Friedhof Straubing-Bajuwarenstraße und dem Gräberfeld von Straßkirchen. Beschränkt auf die Präsentation der Glanzstücke geben die Funde nicht nur einen Eindruck vom damaligen Kunsthandwerk, sondern auch Aufschluss über das Frühmittelalter in Altbayern, als sich aus verschiedenen ethnischen Komponenten der „Stamm“ der Bajuwaren bildete.
Die stadtgeschichtliche Abteilung schließt sich an. Der Abschnitt „Straubing – Unter Kurfürst und König“ behandelt die Auswirkungen der Gegenreformation auf die einstige Regierungsstadt bis hin zu deren Entwicklung im 19. Jh. Aspekte zur Stadtgeschichte finden sich auch in der Abteilung „Sakrale Kunst“, die einen Querschnitt durch das reiche Kunstschaffen in und um Straubing von der Romanik bis zum Rokoko vermittelt, während die Abteilung „Volksfrömmigkeit“ Themen wie „Religion im Lebenslauf“, „häusliche Andacht“ und „Wallfahrtswesen“ behandelt.

Ausstellungen

700 Jahre Straubinger Stadtturm

22.04.2016 - 16.10.2016