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Ehemalige Synagoge – Haus der Kultur

Reckendorf, Lkr. Bamberg / Oberfranken

Tefillin-Herstellung
Tefillin-Herstellung
Foto: Gemeinde Reckendorf, A. Waschka
Frauenempore
Frauenempore
Foto: Gemeinde Reckendorf, A. Waschka
Wimpel, 1773
Wimpel, 1773
Foto: Gemeinde Reckendorf, A. Waschka
Modell der Synagoge
Modell der Synagoge
Foto: Gemeinde Reckendorf, A. Waschka

Ehemalige Synagoge – Haus der Kultur

Ahornweg 2
96182 Reckendorf

Tel. 09544/20307
Fax 09544/2383
Email
buergermeister@reckendorf.de
Webseite
http://www.vg-baunach.de/index.php?id=625,108

Öffnungszeiten

1. So. im Monat 14.00-16.00 u. n. Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

teilw.

Beschreibung

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gründete sich in Reckendorf eine jüdische Gemeinde, die im Jahr 1727 bereits eine neue Synagoge errichten ließ. Dass die Synagoge nach der Reichspogromnacht am Morgen des 10. Novembers 1938 gegen 8 Uhr kein Opfer der Flammen wurde, ist dem unerschrockenen Mut einiger Reckendorfer Bürgerinnen zu verdanken. Seitdem erfuhr das Gebäude vielseitige Nutzung, wurde schließlich 2002 von der Gemeinde erworben und bis 2005 zum „Haus der Kultur“ umgestaltet.
Die wiederentdeckte Genisa der ehemaligen jüdischen Gemeinde, welche Mitte des 19. Jh. zu einer der größten im heutigen Gebiet von Oberfranken gehörte, beinhaltet einzigartige Relikte ihrer Zeit. Neben diesen Zeugnissen von Belesenheit (Gebetbüchern und Einblattdrucken) sowie Religiosität (Ritualobjekte) konnten auch Gegenstände des Alltagslebens (18./19. Jh.) oder der Industrienutzung während und nach dem 2. Weltkrieg (Zündkerzen- und Schuhfabrik) aufgefunden werden. In der ehemaligen Frauenempore ausgestellt, überliefern sie die wechselhafte Geschichte des Gebäudes.