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Egerland-Museum

Marktredwitz, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge / Oberfranken

Abteilung „Flucht und Vertreibung“
Abteilung „Flucht und Vertreibung“

Egerland-Museum

Fikentscherstraße 24
95615 Marktredwitz

Tel. 09231/3907
Fax 09231/5264
Email
info@egerlandmuseum.de
Webseite
http://www.egerlandmuseum.de

Öffnungszeiten

Di.-So. 14.00-17.00 u. n. Vereinb.

und/oder nur nach Vereinbarung offen

Beschreibung

Das seit 1973 im Egerland-Kulturhaus eingerichtete Egerland-Museum ist der Darstellung der Egerländer Volkskultur gewidmet. Neben Hinweisen auf die wechselvolle Geschichte dieser europäischen Kontaktregion hat sich das Museum vor allem auf die Kulturgeschichte des Egerlandes im 19. und 20. Jh. spezialisiert.
Neben Zeugnissen der ländlichen Kultur (Trachten, rekonstruierte bäuerliche Stube) werden die in Nordwestböhmen vorherrschenden Industrien – die Porzellan-, die Glas- und die Textilindustrie – dokumentiert. Auch zu den Themen Musikinstrumentenbau und Zinngießerei sind Bestände vorhanden. Eine große Abteilung ist dem Kurbetrieb in den böhmischen Bädern Karlsbad, Marienbad und Franzensbad gewidmet. Von der durch den Bädertourismus vorangetriebenen Folklorisierung der Region zeugen Porzellane mit Trachtenbemalung ebenso wie für Touristen produzierte „Volkskunst“. Zeugnisse der häuslichen wie der außerhäuslichen Frömmigkeit (handgemalte Gebetbücher, Amulettkissen und Wallfahrtsandenken) belegen die katholische Prägung des größten Teils dieser Region. Im Zuge der Erweiterung des Museums wurde auch der Darstellungszeitraum vergrößert: Eine zeitgeschichtliche Abteilung ist nun ebenso zu betrachten wie eine Sequenz über „Flucht und Vertreibung“ und „Neuanfang“. Der engen historischen Verbindung zwischen den Städten Marktredwitz und Eger widmet sich eine eigene stadtgeschichtliche Abteilung. Dem Museum ist die Egerländer Studienbücherei angegliedert, die neben einer Sammlung von Heimatzeitschriften etwa 10 000 Bände zur Geschichte, Kulturgeschichte und Topografie Nordwestböhmens besitzt.
Neben der kulturgeschichtlichen Sammlung ist im Egerland-Kulturhaus auch eine Egerländer Kunstgalerie untergebracht. Sie zeigt einen Querschnitt durch das Kunstschaffen im 20. Jh. von Künstlern aus dem ehemals deutschen Egerland.