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Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum

Oberviechtach, Lkr. Schwandorf / Oberpfalz

Kupferstich, 1697
Kupferstich, 1697
Hausansicht
Hausansicht
Foto: Doktor-Eisenbarth-und Stadtmuseum

Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum

Mühlweg 7
92526 Oberviechtach

Tel. 09671/64 66 11
Tel. 09671/307-16
Fax 09671/307-19
Email
eisenbarthmuseum@online.de
Webseite
http://www.eisenbarthmuseum.de

Öffnungszeiten

Mai-Okt. Di.-Do. 10.00-12.00 u. 14.00-16.00, So. 14.00-16.00

und/oder nur nach Vereinbarung offen
Feiertags offen

teilw.

Beschreibung

Seit 2006 ist das 1966 gegründete Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum Oberviechtach in fünf Räumen der ehemaligen Marktmühle zu besichtigen.
Den Anfang im Erdgeschoss macht die Abteilung „Gold im Raum Oberviechtach“. Mit dem Weiler Gütting liegt im Gemeindegebiet der älteste urkundlich erwähnte Ort (1318), an dem in der Oberpfalz Gold abgebaut wurde. Als besondere Attraktion ist das nachgebaute „Güttingloch“ (ein heute noch vorhandener Einbruchstrichter in den historischen Stollen) zu besichtigen und daran angeschlossen der begehbare Nachbau eines mittelalterlichen Stollenganges, der die Mühsal des historischen Bergbaus eindrucksvoll vor Augen führt.
Der Hauptraum im Obergeschoss ist dem Leben und Wirken des berühmtesten Sohnes der Stadt und Namensgeber des Museums gewidmet. Johann Andreas Eisenbarth (1663–1727), gemeinhin bekannt als „Doktor Eisenbarth“, stieg nach einer Ausbildung im Handwerk des Chirurgen und Wundarztes zu einem der bedeutendsten Vertreter seiner Zunft auf. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens konnte er mehr als 3000 gelungene Operationen nachweisen. Anhand von Texten, Exponaten und Rauminstallationen werden Einblicke in das Leben und Wirken dieses geschickten Wanderarztes und geschäftstüchtigen Arzneimittelherstellers sowie in die Behandlungsmöglichkeiten der Chirurgie um 1700 vermittelt.
Der sich anschließende Schauraum ist der „Hinterglasmalerei der Winklarner Schule“ gewidmet, wobei das Hauptaugenmerk auf der Produktion liegt. In einer weiteren Abteilung werden Aspekte der Ortsgeschichte behandelt. Das Andenken an die großen Gönner der Stadt, die Eheleute Dr. Max und Margret Schwarz, wird durch das gleichnamige Zimmer aufrecht erhalten.
Nach dem Rundgang kann sich der Besucher im Museumshof an dem funktionsfähigen, mit Wasserkraft betriebenen „Pochwerk“ in Originalgröße demonstrieren lassen, wie im Mittelalter Golderz zerkleinert wurde, oder er kann in einem dem Museumsgebäude vorgelagerten Kräutergarten herausfinden, welche Heilpflanzen Doktor Eisenbarth in seinen Arzneien verarbeitete.